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Container als Baumodul

Bauliche Verwendung

Definition: Der Begriff „to contain“ beschreibt in erster Linie die Aufbewahrung von etwas, deshalb ist der ursprünglich als Warenbehälter konzipierte Container auch als Raummodul in der Architektur nutzbar. Er umfasst einen Raum und wird so als Abgrenzung von Innen-/Außenraum definiert. Die international gültige ISO-Norm für Frachtcontainer wird auch beim Bau mit Containern berücksichtigt, weil der Transport sowie die Anhängigkeit an vorhandene Infrastruktur die Möglichkeiten der Maße begrenzt. Zur Verwendung der Container muss zudem die dynamische sowie die statische Belastung berücksichtigt werden. Die einfache Transportmöglichkeit des Containers stellt einen großen Vorteil in der Verwendung dessen als Bauelement dar.
Im Gegensatz zum Frachtcontainer ist der Transport jedoch nur Zweck und nicht Bestimmung des Baucontainers. Diesen findet er erst in der baulichen Verwendung. Container verfügen über Transportvorrichtungen an allen acht Ecken, wodurch ein effizienter Transport über standardisierte Transportsysteme wie z.B. das Chassis eines LKW gewährleistet ist.

Prinzipien: Der Container ist als Einraummodul konzipiert, kann jedoch durch die mehrfache Verwendung von Containern zu einem Mehrraumsystem umgebaut werden, welches flexibel einsetzbar ist. Die Belastung durch die Container erfolgt ausschließlich über die Ecken. Container werden meist vertikal gelagert. Dabei verteilt sich die Belastung gleichmäßig auf alle vier aufliegenden Ecken. In Einzelfällen kann der Container auch horizontal aufgestellt werden. Für die Architektur bedeutsam ist natürlich auch die Möglichkeit der räumlichen Verknüpfungen von Containern. Die Eigenschaft räumlich geöffnete Container zu stapeln ist je nach verwendetem System begrenzt/unbegrenzt und macht eine Vielzahl von räumlichen Ideen umsetzbar. Da wie bereits erwähnt sich die Belastung der Container ausschließlich auf die Ecken verteilt, sollten bei der Kombination von Containermodulen jene direkt übereinander liegen. Bei diesem Idealfall spricht man von systemgerechter Fügung. Ist dies nicht möglich, müssen die Ecken, welche nicht auf einem Container aufliegen, zusätzlich verstärkt werden, um diese vom System abweichende Fügung ausreichend abzusichern. Das benutzte Maßsystem bei Raummodulen ist das Achsraster. Es setzt sich aus dem Containermaß zuzüglich des Toleranzmaßes zusammen. Container können als selbsttragende Gebäude zusammengefügt werden oder ausschließlich als Tragwerk genutzt werden, um z.B. einen Aufsatz zu lagern.

Der Baustein Container

Die Nutzung von Frachtcontainern in der Architektur ist noch in den Anfängen, doch lässt sich auf zwei besondere Vorteile zurückführen: Die Gestalt des Containers als mit globalem Image versehenes Element, sowie die positiven Besonderheiten in der Vorfertigung, Mobilität und der globalen Verfügbarkeit der Container.


Dem stehen jedoch die Nachteile von bauphysikalischen Anforderungen wie z.B. der fehlende Wärme- und Feuchtschutz, ein unzureichender Brand- und Schallschutz, sowie eine fehlende Tageslichtversorgung gegenüber, wenn keine Umbaumaßnahmen durchgeführt wurden. Es gibt drei Möglichkeiten für eine architektonische Gestaltung von Containern:

Akzeptanz

Der Container wird in seiner urtypischen Gestalt verwendet, dabei wird er nicht als Aufenthaltsraum genutzt, sondern als nachgeordneter Raum mit geringen bautechnischen Anforderungen. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass er in dieser Form nicht betretbar ist und somit als Tragwerk oder Kunstwerk agiert.

Aufrüstung

Der Container wird als Rohbaumodul genutzt. Für eine gewünschte Optimierung der technischen Qualitäten sind meist aufwendige Um- und Ausbaumaßnahmen nötig, welche jedoch häufig vorgefertigt werden können.

Kombination

Der Container wird mit weiteren Bauteilen kombiniert, eine Gebäudenutzung zu ermöglichen. Dabei kann der Container als raumbildendes Element in einem Innenraum genutzt werden. So kann er mit geringem Aufwand einen Aufenthaltsraum abgrenzen.

Maße eines Containers

Die am weitesten verbreiteten ISO-Container haben eine Breite von 8 Fuß und sind entweder 20 Fuß oder 40 Fuß lang. Daraus ergibt sich die als Beladungs-Maßeinheit verwendete Abkürzung „TEU“ (Twenty-foot Equivalent Unit)sowie auch die Bezeichnung „FEU“ (Forty-foot Equivalent Unit). Es gibt jedoch eine Vielzahl von weiteren Sondermaßen. Die Standardhöhe („Standard Cube“) beträgt 8 Fuß 6 Inch, außerdem gibt es den „Low Cube“, welcher 8 Fuß misst, sowie den „High Cube“ mit der Höhe 9 Fuß 6 Inch. Momentan gibt es Überlegungen neue Längenmodulsysteme mit den Maßen 49-Fuß/24-Fuß einzuführen, sollte sich dieses Modul langfristig gesehen effektiver als das gegenwärtige 40-Fuß/20-Fuß erweisen.

Lastkapazität eines Containers

Da Container für die Aufnahme von Masse konzipiert sind, können sie selbstredend ein Vielfaches ihres Gewichts aufnehmen. Ein 20-Fuß Container beispielsweise transportiert das Zehnfache seines Eigengewichts. Für die Verwendung von Containern in der Architektur ist dieses Tragvermögen mehr als ausreichend.